Am 26., 27. und 28. Oktober ist es wieder soweit für den wohl berühmtesten und ältesten Markt in ganz Tirol. Er hat eine lange Geschichte. Keiner weiß so recht zu sagen, wie alt der Markt wirklich ist und über seine Entstehung gibt es mehrere Versionen. Zum einen wird er Markt mit der Schenkung der „Grafschaft Norital“ des deutschen Kaisers Konrad II an den Bischof von Brixen im Jahre 1072 in Verbindung gebracht. Die Schenkung wurde in Stegen gemacht und hat viele Menschen angezogen, wodurch der Markt gegründet wurde. Weiters soll der Markt den Rest einer germanischen Thingtagung (Volks- oder Gerichtsversammlung) darstellen, die auf dem Stegener Marktplatz aufgrund seiner zentralen Lage abgehalten wurde. Um 1398, in diesem Jahr wird der Markt zum erstenmal erwähnt, soll Stegen das erste Mal das Recht erhalten haben, einen Markt abzuhalten. Die Ortschaft war du dieser Zeit von Wildwasserschäden heimgesucht worden. Der Markt sollte die Kosten decken.
Der erste Tag des Marktes ist der 26. Oktober, ein österreichischer Staatsfeiertag. Daher werden besonders viele österreichische Gäste erwartet. Der zweite Tag ist dem Viehmarkt gewidmet und der dritte Tag ist dem hl. Simon geweiht. Er gilt als der sog. „Menschenmorscht“. Früher trafen sich die jungen, heiratswilligen Leute dort und die Knechte und Mägde steckten sich einen Löffel an den Hut, um damit zu sagen, dass sie Arbeit suchen.
Soviel zur Geschichte. Zur heutigen Zeit locken wohl weniger die heiratswilligen Leute oder Knechte und Mägde nach Stegen im Pustertal. Es ist einfach schön, sich im Geruch der frisch gerösteten Kastanien durch die eigene Atmosphäre treiben zu lassen, den einen oder anderen Händler seine Waren anpreisen zu hören und, wenn hoffentlich die Sonne scheint, den Tag zu genießen…




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