Wieso ziehen die Kinder am St.-Martins-Tag mit einer Laterne durch unsere Dörfer?
Wir feiern heute einen ganz besonderen Heiligen, einen den viele kennen und von dem auch die Legende bekannt ist. Den Abschluss vieler Laternenumzüge finden wir in unseren Kirchen, in denen dann auch die Legende von den Kindern dargestellt wird: die Geschichte dieses besonderen Heiligen der Nächstenliebe und des TEILENS. Es ist die Geschichte vom römischen Soldat Martin, der in einer kalten Nacht einem Bettler begegnet und ihm aus Mitleid die Hälfte seines Mantels schenkt.
Zum heutigen Tag gehören die Bräuche von der Martinsgans und von den Laternenumzügen. Die Martinsgans deshalb, weil der Hl. Martin von den Leuten gebeten wurde, Bischof von Tours zu werden. Da er sich dazu nicht würdig fühlte, versteckte er sich in einem Gänsestall. Die Gänse haben ihn jedoch durch lautes Schnattern verraten und „zur Strafe“ ließ Martin sie danach braten.
Was hat es aber mit den Laternenumzügen auf sich? Der Ursprung ist nicht ganz sicher, aber folgendes weiß man: zum Grab vom Hl. Martin wurden oft Lichterprozessionen gemacht und daraus könnte sich dieser Brauch entwickelt haben. Zum anderen könnte es sein, dass im Herbst das Feuer und das Licht für die Menschen eine große Wichtigkeit haben; außerdem wurden auf den Feldern Feuer zum Dank für die gute Ernte entzündet und Kinder sind danach mit Fackeln durch die Dörfer gezogen um Essbares zu betteln.
Foto: Wikipedia




Kommentare