Durch warme Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung kann sich an südseitig exponierten Hängen auch schon im Jänner ein Harschschneedeckel bilden. Ganz zum Leidwesen vieler Tourengeher, die immer auf der Suche nach dem perfekten Pulverschnee sind.
Bei tiefen Temperaturen (z.B. -15 bis -20 Grad) kann sich der Schneedeckenaufbau ändern. Das nennt man aufbauende Umwandlung und passiert folgendermaßen:
Innerhalb der Schneedecke entstehen vor allem im Hochwinter große Temperaturunterschiede. Die Bodentemperatur liegt bei 0°C die Schneeoberfläche ist aufgrund niedriger Außentemperatur und der Abstrahlung bedeutend kälter. Durch das Temperaurgefälle kommt es zur Bildung von Schwimmschnee. Wasserdampf wandert von den wärmeren Schichten zu den kälteren. Diese Schneekristalle vergrößern sich (bis zu 6 mm) und verwandeln sich in sechseckige Hohlkristalle die kaum Verbindung zueinander aufbauen.
Niedrige Temperaturen, wie uns in dieser Woche in Südtirol erwarten, haben also auch einen positiven Effekt: Herrliche Pulverschneehänge im Sonnenschein und eine glitzernde Winterwelt.
Foto: Hermann Schwingshackl




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