Ich möchte euch heute eine
bemerkenswerte junge Frau vorstellen, die gegen eine unheilbare chronische
Erkrankung kämpft und die sich nach Ihrer Karriere als Eishockeyspielerin zu
ihrer Passion der Malerei hingibt.
Maren Valenti leidet seit einigen
Jahren an Multipler Sklerose. Bei dieser bis heute unheilbaren chronischen
Erkrankung des zentralen Nervensystems werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen
und die Nervenfasern durch Entzündungen an verschiedenen Stellen zerstört.
Dadurch kann es zu ganz unterschiedlichen Behinderungen kommen, wie
beispielsweise Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen.
Maren ist ehemalige Eishockey
DEB-Nationalspielerin und sicherlich einer der besten Spielerinnen die die
Deutsche Bundesliga je gesehen hat.
Die Rekordtorjägerin des DEB-Teams, die mit 164 Spielen, 86 Toren, 64 Assists
und damit 150 Punkten die Torschützenwertung der Frauen anführt, hat bereits im
jungen Alter von 13 Jahren, als jüngste Frau überhaupt, bei der ersten 1990
IIHF Weltmeisterschaft der Frauen im kanadischen Ottawa ihren großen Auftritt
gefeiert. Sie hat an insgesamt fünf Weltmeisterschaften, an den Olympischen
Spielen in Salt Lake City 2002 und an vier Europameisterschaften teilgenommen.
Im Mai 2006 wurde bei ihr MS festgestellt. Nach der Diagnose wurde ihr Leben
komplett auf dem Kopf gestellt und musste sich neu orientieren.
Hier ein Auszug aus Marens
bewegender E-Mail an den DEB (Deutschen Eishockey Bund):
„...Leider häuften sich nach der
Olympia Teilnahme (2002 Salt Lake City) meine „Stolperattacken“, so dass ich
2004 nicht mehr im A-Kader stand. Da ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin,
versuchte ich natürlich durch mehr Training den Weg zurück ins Team zu finden.
Vergebens. Meine Stolpereien wurden schlimmer, meine Suche nach der „Ursache“
immer größer. Dann habe ich im Mai 2006 „endlich“ einen Namen
bekommen, als ich im Krankenhaus war. Multiple Sklerose (kurz MS) war die
Diagnose und es begann ein neuer Lebensabschnitt. Das endgültige
Ende einer langen Eishockey – Kariere, das Aufgeben des Eishockeytrainers für
Wuppi und Bambini (7-11), Ende des Spinning Trainers. Einen
Jobwechsel aber konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht akzeptieren. Ich arbeitete in
einem Fitnessstudio, mein Trainerschein in der Tasche, motiviert auf eine
Trainerstelle zu „ziehen“. Das aber wurde auch nichts. Zugeben wollte und will
es niemand, dass es an meiner Krankheit liegt. Mit dem „Empfang“ abgegeben
arbeitete ich weitere 2 Jahre und musste nun dies aufgeben, weil ich einfach
nicht mehr mit dem vielen Stehen klar komme. Es wurde für mich zur Last...
Mich zu bewerben mit der MS ist bei Arbeitgebern nicht „angesehen“. Man steht
im Zwiespalt zwischen „ich sage es und bekomme den Arbeitsplatz, habe dann
später einen Schub - spätestens dann werde ich wegen der Unehrlichkeit
entlassen“ oder ich sage es, dass ich MS habe, dann bekomme ich den
Arbeitsplatz sowieso nicht... Das ist ein Teufelskreis... Trotzdem
lasse ich mich nicht unterkriegen und habe mein weiteres „Talent“ zum „Job“
gemacht. Schon von klein auf konnte ich malen, entwickelte über die Jahre
hinweg einen eigenen Stil und habe mir jetzt selbst einen Arbeitsplatz
geschaffen. Das Einzige Problem ist, dass es verdammt schwer ist, konstant
Bilder zu verkaufen. Um „bekannter“ zu werden brauche ich ein
Atelier, das begehbar für Kunden ist. Aber das kann ich mir momentan nicht leisten...
Wenn ich ehrlich bin, krebse ich von Monat zu Monat gerade so vor mich hin...
Bin in einer echt blöden finanziellen Situation und versuche deswegen „Hilfe“
zu bekommen...“
Ich hatte am Samstag, während dem
Eishockeyspiel in Mannheim, das Vergnügen Maren persönlich kennenzulernen und
möchte Ihr bei dieser Gelegenheit danken, dass sie für mein Patenkind Isabell
ein Bild malt.
Wenn auch Ihr Maren helfen möchtet und an einem Bild von ihr interessiert seit,
findet ihr mehr Informationen auf Ihrer Internetseite: www.marenvalenti.com